Alternative Haarpflege | Mein Weg

Da „Lebegruen“ für mich gleichbedeutend für ein natürliches, nachhaltiges und gesundes Leben steht, möchte ich auf meinem Blog ein weiteres Thema ansprechen: natürliche Kosmetikprodukte.
Beim Tippen dieses Beitrags wurde schnell klar: einer reicht nicht! 😉 Daher wird es zu diesem Thema zwei Blogbeiträge geben, in denen ich euch meine Erfahrungen und Lieblingsprodukte vorstelle.
Angefangen mit dem Thema  „No-Poo: Haare waschen ohne herkömmliches Shampoo“ habe ich bereits genug für diesen Beitrag zu berichten.

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Also: Wie kam es überhaupt zu einer neuen Haarwaschroutine?

Da ich meinen Körper weder von innen, noch von außen mit schädlichen Chemikalien und Duftstoffen belasten möchte, habe ich nach und nach meine Gewohnheiten umgestellt. Angefangen mit meiner Ernährung, der wöchentlichen Sportroutine, ebenso meiner Einstellung zum Leben und Glücklichsein, wie eben zu guter Letzt auch meinen  Kosmetikvorlieben.

War ich früher noch ein „Werbeopfer“ und habe mich von sämtlichen bunten, neuen Sondereditionen zum Kauf verführen lassen, ist dies heute anders. Ich überlege mir vorher schon bewusst was ich kaufen möchte und schreibe es auf. So kann ich mich auch im Laden genau an meine Einkaufsliste halten und überfrachte meine Schubladen nicht erneut mit 1000 verschiedenen (und doch ähnlichen) Produkten. Keine zauber-glitzer-bunten-mangopudding-duftenden-20-in-1-Duschgelpackungen mehr, sondern nachhaltige und natürliche Prdukte, die gut für mich und meinen Körper sind.
Mittlerweile heißt mein Motto also ganz getreu dem momentanen Minimalismustrend vorallem „Weniger ist mehr.“ und nicht „Mehr ist mehr.“.
Auch wenn ich der Meinung bin, dass man keineswegs jedem Trend folgen muss und lieber seinen eigenen Gedanken und Ideen treu bleiben sollte, so ist es doch schön zu beobachten welche Themen mittlerweile immer mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken.

 

So wurde man vor 5 Jahren noch dafür belächelt mit Birkenstocksandalen und Jutebeutel im Biomarkt gesehen zu werden, geht es heute schon fast nicht mehr ohne. 😉
Komisch, aber dennoch eine unfassbar tolle Entwicklung, zu der auch ich nicht nein sage.

 

Durch das eben deshalb stetig wachsende Angebot, kann man sich jetzt schon kaum noch in der Abteilung für Naturkosmetik entscheiden und wird tatsächlich immer fündig.
Allerdings möchte ich meine Produkte nicht jeden Tag nach Lust und Laune wechseln, sondern wirklich die für mich perfekten Teile finden. Leichter gesagt als getan. In eingigen Bereichen ist es mir scheinbar fast gelungen, in anderen wohl eher gar nicht. Darum bin ich auch über hilfreiche Tipps von euch in den Kommentaren sehr dankbar!

Angefangen mit dem wohl schwierigsten Thema, erzähle ich euch im heutigen Beitrag alles über meinen Weg zu einer neuen Haarwaschroutine.

 

Was verwende ich?

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Vor einigen Jahren verwendete ich noch „ganz normale“ (was ist schon normal?) Produkte wie beispielsweise von Garnier usw. Dazu noch tägliches Haareglätten und ein brüchiges, dünnes Haar war vorprogrammiert. Vor circa 1 Jahr begann ich mich also  mehr und mehr mit dem Thema auseinander zu setzen und bekam immer weitere neue Ideen, die ich definitiv ausprobieren wollte. So wusch ich meine Haare mit biologischen, parfümfreien Shampoos (mein Favorit ist das Neobio sensitiv Shampoo), der indischen Waschnuss von Khadi (die Marke kann ich empfehlen, die Waschnuss nicht!) oder versuchsweise auch nur mit Wasser.
Wer ebenfalls schonmal versucht hat, seine Haare nur mit Wasser zu waschen, weiß wohl wie schwierig diese Angelegenheit ist, denn diese braucht extrem viel Geduld. Nach 20 Jahren chemikalischer Haarwäsche, kann die Kopfhaut sich nicht von einer Woche auf die nächste umstellen… .Sowas kann Monate oder Jahre dauern. Im Internet gibt es hierzu sehr viele Beiträge, die sich auch vielversprechend anhören, nur war bei mir die Geduld irgendwann zu Ende und eine komplette Umstellung hin zu vollem, nicht fettigem Haar noch lange nicht in Sicht. Also: ein kompletter Verzicht auf Waschprodukte – für mich undenkbar!
Dennoch bemerkte ich durch diese vielen Experimente bereits eine Verbesserung: Ich musste nicht mehr jeden Tag waschen, sondern mittlerweile nur noch alle 4 Tage! Was eine Zeitersparnis!!

 

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Da die Haare nicht mehr täglich mit aggressiven Shampoos künstlich vom Fett befreit werden, muss sich die Kopfhaut wohl gedacht haben „Ach, da produziere ich jetzt einfach weniger. Ich brauche schließlich nicht mehr so viel.“. So kann sie sich in einem natürlichen Gleichgewicht halten und produziert nur noch genauso viel Talg wie nötig. Um das zu erreichen, führt leider kaum ein Schritt am „Entfetten“ vorbei; d.h. den Haaren mal 4-5 Tage eine Waschpause gönnen oder wie oben beschrieben nur mit Wasser waschen und Zuhause bleiben oder eben auch mal mit Mütze vor die Tür gehen. 😉
Diesen Schritt zu gehen, fällt zwar nicht leicht, aber lohnt sich enorm!

Da ich aber noch nicht ganz am Wunschziel angekommen war, musste ich weitere Methoden ausprobieren. Nicht zuletzt eben auch die Haarwäsche mit Roggenmehl, wie sie Jules Vogel und Hello Pippa beschreiben. Für mich war diese Variante leider gar nichts, da ich nie die richtige Konsistenz anrührte und das Mehl kaum aus den Haaren bekam. Weiter gingen die Versuche mit Haarseifen wie die von Savion, die auch super für unterwegs sind und ein recht schönes Ergebnis zaubern. Leider mag ich das leicht seifige/ strähnige Gefühl in den Haaren danach nicht – auch wenn es nicht zu sehen ist.

 

Wie ist aber mein Fazit und was benutze ich jetzt?

Dank einer Bekannten bekam ich die Möglichkeit ein selbst hergestelltes festes Shampoo (Solid Shampoobar) ausprobieren zu können und war sofort begeistert!
Ein bisher unbekanntes Volumen, Glanz und eine gute Kämmbarkeit waren das Ergebnis. Also für mich ein Volltreffer!
Da das gute Stück aber nach einigen Monaten aufgebraucht war, musste ein neues her. Ihr bekommt die Shampoobars in vielen Unverpacktläden wie im Ohne-Laden in München oder auch auf Seiten wie bioseifen.com.

Wer sich jetzt fragen mag wie die Haare durch solche Produkte riechen mögen: Super! Durch die meist zugesetzten ätherischen Öle, riechen die Haare auch mit Alternativprodukten super gut. Außerdem müssen es ja nicht immer solche chemischen Gerüche wie Erdbeere oder Mango sein. Honig oder Kokos sind mir da wirklich lieber!

Für mich lohnt sich der etwas höhere Preis also definitiv und ich möchte nicht mehr zurück zu herkömmlichen Methoden!
Durch die einfache Anwendung, natürliche Zutaten wie Bio-Jojobaöl oder Mandelöl und das anschließend tolle Gefühl in den Haaren, sind solche Shampoobars für mich deshalb genau das Richtige! 🙂

 

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Übrigens: Mein Extratipp für glänzende Haare ist die „saure Rinse“. Das heißt nichts Anderes als eine saure, wässliche Lösung, die sämtliche Pflegekuren ersetzt.
Hierfür schütte ich mir eine Mischung aus 1EL Apfelessig und 0,5l kaltem Wasser am Ende der Haarwäsche über den Kopf. Wichtig ist dabei, dass es kaltes Wasser ist und nicht mehr ausgespült wird!! 🙂

 

 

Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen dazu inspirieren seine Gewohnheiten nochmal zu überdenken und wünsche ganz viel Spaß beim Ausprobieren!
Über weitere Tipps und Erfahrungsberichte von euch würde ich mich wirklich freuen, es ist schließlich ein eher unkonventioneller Weg und man kann nur dazu lernen.
Und lasst euch bitte durch meine Experimente nicht davon abschrecken Neues auszuprobieren und euch und der Umwelt etwas Gutes zu tun!
Am Ende ist es es immer wert. 🙂

 

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By the way: Der Beitrag spiegelt lediglich meine eigenen Erfahrungen wieder und es liegt keine Kooperation mit den vorgestellten Unternehmen vor.