Wie schreibst du deine Texte?

Was mich schon länger fasziniert, ist die Frage: „Wie schreiben andere Blogger ihre Texte?“.

 

Schließlich unterscheiden sich die Blogs nicht nur hinsichtlich ihrer unterschiedlichen Oberfläche, Themengebiete oder auch Anbieter, sondern eben auch durch die Art und Weise des Schreibens.
Manche setzen auf sehr lange Beiträge, andere eher auf wenig Text und viele Fotos. Eben ganz nach Geschmack und Thema des Blogs. Viel spannender ist für mich aber wie sämtliche Texte entstehen, wie die Arbeit „im Hintergrund“ abläuft.

 

Wie entstehen Beiträge? Wie entsteht ein Text?
Woher kommen die Gedanken?
Und vor allem wann?
Wie werden sie festgehalten?

 

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Um dies für meinen Blog zu beantworten, lasse ich euch heute mal hinter die Kulissen schauen und erzähle euch meine Schreibvorlieben. Aber selbst die sind nicht immer gleich!

Die meisten Beiträge hier verfasse ich tatsächlich, wenn ich bewusst an Nichts denke. Dies mag durch Meditation gelingen oder durch das einfache Vorbeiziehen lassen der Gedanken kurz vorm Einschlafen. Dann sprudeln die Gedanken, Ideen und Formulierungen nur so aus mir heraus. Ich liege im Bett, lasse den Tag Revue passieren und denke an nichts Bestimmtes, höre einfach meiner inneren Stimme zu und hoffe, dass sie bald Ruhe gibt und ich einschlafen kann. Genau in solchen Momenten formuliere ich nicht selten meine Beiträge für euch.
Wenn man so will, verfasst mein Gehirn die Texte mehr oder weniger „ohne mein Zutun“. Mag merkwürdig klingen, aber an dem Spruch „die besten Gedanken kommen unter der Dusche“, ist wohl wirklich etwas dran. 😉

Das Traurige daran: Nicht immer entscheide ich mich dafür diese auch sofort aufzuschreiben… Das Licht ist schon aus, die Augen auf Halbmast. Die Motivation nun nochmal Handy oder Stift in die Hand zu nehmen, geht gegen Null. Damit aber nicht alle Gedanken verschwinden, überwinde ich mich nun doch des Öfteren und schreibe drauf los. So wie auch jetzt!
Eindeutig positiv ist aber: Dies sind meine ehrlichen Gedanken. Das, was ich denke, wenn ich allein bin. Das was mich beschäftigt, wenn der Tag zu Ende geht.
So kann ich Schreiben ohne großartig darüber nachzudenken und die Worte fließen nur so aus mir heraus. Für mich wirklich die angenehmste und kreativste Art des Schreibens.

 

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Im Gegensatz hierzu leide ich tagsüber sogar fast an einer Schreibblockade.
Nur selten sitze ich vorm PC, Word geöffnet, und fange an zu tippen. Viel zu groß die Selbstzweifel, zu hoch die eigene Kritik. Jeder Satz wird beäugt und doch nicht für gut befunden. Wer will sowas lesen? Wie kann man es noch besser schreiben? Wie soll das eigentlich noch Spaß machen?
Immer wieder ist mir dabei aufgefallen, dass es wohl am Tippen selbst liegt. Dass der Laptop für mich eine unangenehme Arbeitsatmosphäre schafft und sämtliche Kreativität wie auf einen Schlag verschwindet.

Was fehlt, ist schnell klar: Stift und Papier!
Lieber möchte ich die Gedanken auf ein Stück Papier packen, in Handschrift schreiben und auch Dinge durchstreichen und neu schreiben können.
Findet ihr nicht auch, dass gerade heute – in Zeiten von Laptop, Handy, Tablet & Co – die Handschrift viel zu kurz kommt? Dass man sogar vor lauter Autokorrektur das eigentliche Schreiben verlernt und den Spaß daran verliert? Vielleicht werden die nachfolgenden Generationen gar nicht mehr in den Genuss weißer, raschelnder Buchseiten und schöner, leerer Notizbücher kommen, die nur darauf warten gefüllt zu werden. Vielleicht werden sie nicht mehr von Hand schreiben können und die digitale Welt wird gewinnen.

 

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Umso wichtiger, sich immer wieder über die eigenen Vorlieben bewusst zu werden.
Denn das ist noch ein Fakt über mich: Ich liebe Schreibwaren. Ich liebe es auf ein leeres Blatt Papier zu kritzeln.

Egal ob für die Uni, Blog, einen Brief an Freunde, Weihnachtskarten oder nur für mich selbst: Mir bereitet es die größte Freude etwas zu zeichnen und von Hand zu schreiben.
Deshalb scheint es auch kaum verwunderlich, dass ich mich stundenlang in Schreibwarenabteilungen aufhalten und stöbern kann.  In meinen Schulzeiten wuchs dabei auch ein beachtlicher Haufen an Stiften und Mäppchen an. Seit damals (Ok so ewig ist es auch noch nicht her.) hat sich mein Konsumdenken allerdings sehr geändert. Heute besitze ich daher viel weniger und versuche auch bewusst weniger zu kaufen. Nichtsdestotrotz bin ich noch immer ein riesen Fan der Firma Lamy und schaue regelmäßig nach neuen Produkten in deren Onlineshop.

Umso mehr freue ich mich nun mit Lamy zusammenarbeiten und den neuen LAMY studio racing green  testen zu dürfen. Für mich bisher die tollste Kooperation, da sie meine Liebe zum Schreiben (und auch zu Schreibwaren) unterstützt und mich immer wieder daran erinnert NICHT am PC zu tippen! Vielen, lieben Dank für die wunderbare Motivation für weitere Texte, Gedichte und festgehaltene Gedanken!

 

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Ich hoffe ich konnte auch euch durch meinen Beitrag etwas motivieren, wieder öfter zu Stift und Papier zu greifen und alles festzuhalten, was euch durch den Kopf geht! Vielleicht schreibt ihr ja sogar heute noch einer lieben Person einen Brief?


Alles Liebe
Katrin

P.S.: Nun aber zu meinen Anfangsfragen an euch:
Wie schreibt ihr eure Blogbeiträge? Per Hand oder am PC?
Werden  alle veröffentlicht?
Wie geht ihr mit Selbstkritik und Perfektionismus beim Schreiben um?
Lasst es mich wissen. 🙂

_________________________________________
*Werbung. Dieser Beitrag erfolgt in freundlicher Zusammenarbeit mit LAMY.

 

17 Kommentare zu „Wie schreibst du deine Texte?

  1. Hey Katrin,
    ich dachte schon wir wären die Einzigen, die sich so einen Kopf um Blogbeiträge machen … 😀
    Erst letztens habe ich auch einen Beitrag darüber verfasst, was mich zum Schreiben motiviert und vor allem, was mich inspiriert. Wenn dich das interessiert, schau doch mal vorbei ❤
    Ansonsten kann ich dir noch sagen, dass ich auch viel lieber mit Stift und Notizbuch schreibe, als elektronisch. Es wär wirklich furchtbar schade, wenn das irgendwann verloren ginge. LG

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    1. Ach, das freut mich aber! Ich glaube letztendlich geht es suuper vielen Menschen so und es wirkt nur über Social Media anders. Gute Beiträge entstehen ja meistens nicht im Vorbeigehen und man „muss“/möchte nochmal 1000x gegenlesen. Deinen Beitrag zum Thema Schreiben werd ich mir am Wochenende auf jeden Fall noch ansehen. 🙂
      Vielleicht bekomme ich dadurch ja auch wieder neue Inspiration.

      Dir einen schönen Freitag und alles Liebe,
      Katrin

      Gefällt 1 Person

  2. Ein echt lesenswerter Artikel übers Bloggen! Irgendwie schon mehr als komisch, dass wir Blogger uns teilweise zwingen müssen, den kommenden Artikel zu schreiben. Wir müssen das ja nicht… oder doch? Irgendwie ist da was in uns, was raus muss und gesagt, bzw. aufgeschrieben werden muss.
    Aber zu deiner Frage. Ich würde sagen, ich habe meinen Mix gefunden. Viele Artikel fallen mir kurzfristig/ungeplant ein. Einige sammle ich auch in meinem Blog-Backlog in Evernote. Die Artikel schreibe ich direkt via meinem Laptop in dem WordPress Editor. Allerdings ergänze ich diese um mind. eine analoge (selbstgemachte und handgezeichnete) Sketchnote. Diese soll die Haupt-Fakten nochmal widerspiegeln.
    … Puuh… dann mache ich mal an meinen Artikel, der noch geschrieben werden will 😉
    Christopher

    Gefällt 2 Personen

    1. Ganz lieben Dank für deinen Kommentar!
      Ich finde es auch sehr interessant, dass das Bloggen an sich so viel Spaß macht… nur eben nicht immer. Das Gefühl „etwas tun zu müssen“ mag ich eben gar nicht und so kann es dann auch mal passieren, dass die Inspiration fehlt und einige Wochen nichts hochgeladen wird.
      Du hast total Recht: Irgendwas muss raus. Die Frage ist nur „Wie“. 🙂

      Schön, dass dir auch so viele Beiträge spontan einfallen. Das sind nunmal die Gedanken, die gerade im Alltag aktuell und wichtig sind.
      Ich hoffe, dass du deinen Artikel schon schreiben konntest. 🙂

      Alles Liebe,
      Katrin

      Gefällt 1 Person

  3. Toller Beitrag. Ich schreibe tatsächlich auch am liebsten Abends, wenn der Kopf frei ist. Die Ideen kommen mit meistens irgendwie zwischendurch. Dann wird schnell eine Notiz im Handy gemacht. Blöcke sind mir zu unpraktisch da ich viel unterwegs bin. Dafür wird mein Dankbarkeitstagebuch handschriftlich verfasst 🙂

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    1. Danke dir!
      Da haben wir wohl ganz ähnliche Angewohnheiten. Ich liebe es auch abends zu schreiben. Da ist der Kopf schön leer und man kann die Erlebnisse des Tages schriftlich verarbeiten. Ein kleines Notizbuch darf bei mir trotz seiner Größe/Gewicht immer mit. 🙂
      Und super schön, dass du Dankbarkeitstagebuch schreibst! Ich versuche es auch, aber die Regelmäßigkeit fehlt noch etwas.

      Wünsche dir einen tollen Start in die neue Woche. 🙂
      Katrin

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  4. Hallo, ich bin der kleine Kater Felino-Steve.
    Meine Dosenöffnerin hat verschiedene Blogs. Bei meinem Katzen-Fotoblog ist es so, dass sie mich ständig fotografiert. Dann sucht sie ein Foto aus, das ihr gefällt und über das sie lachen muss und erzählt die Geschichte dazu. Sie schreibt entweder in Winword vor und überarbeitet es am nächsten Tag oder direkt aktuell auf WordPress und postet es.
    Viele Grüße von uns beiden 🙂

    Gefällt 1 Person

  5. Ich habe irgendwann mal festgestellt, dass ich morgens beim Zähneputzen, Haare kämmen etc. die besten Ideen und Gedanken habe. Deshalb liegen mittlerweile auch ein Block und ein Kugelschreiber im Badezimmer. Da mache ich aber meist nur Stichpunkte, die ich dann später in einen Text übertrage.

    LG Michaela

    Gefällt 2 Personen

    1. Eine schöne Gewohnheit hast du dir da geschaffen!
      Bei mir ist es ähnlich, nur dass der Notizblog neben dem Bett liegen muss. 🙂
      Wenn der Kopf gerade nicht so beschäftigt ist, schreibt es sich einfach am Besten.

      Liebe Grüße
      Katrin

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  6. Als ich mit dem Blog angefangen habe, wollte ich auch alles mit Stift und Papier schreiben. Habe aber schnell gemerkt, dass ich viel zu faul bin alles wieder abzutippen 😉
    Meistens habe ich einen Gedankenblitz oder irgendwas in meinem Umfeld inspiriert mich. Dann schreibe ich direkt in WordPress (nicht Word oder so) alle Gedanken auf. Wenn ich unterwegs bin mach ich mir die Mühe alles ins Handy als Notiz zu tippen. Ich hasse es lange auf dem Handy zu tippen, aber besser als zu vergessen was ich schreiben wollte.
    Ich veröffentliche nie direkt die Beiträge. Ich schau es mir lieber paar Tage später nochmal an und strukturiere mein Gedankenwirrwarr. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt die Beiträge für mindestens eine Woche vorzuplanen. Entspannt mich irgendwie, dass ich nicht an Beiträge denken „muss“. Manchmal schreibe ich an einem Tag 5 Beiträge und manchmal 3 Wochen keinen einzigen. Da ich über mein Privatleben schreibe, kommt die Inspiration eben von meinen Erlebnissen und Gedanken. Mal mehr mal weniger…

    Gefällt 3 Personen

    1. Danke für deinen lieben Kommentar!
      Ich finde es ist ganz normal, dass manchmal mehr Ideen kommen und manchmal eben weniger. Damit mit man sich nicht „gezwungen fühlt“ etwas schreiben zu müssen, ist es tatsächlich sinnvoll vorzuplanen. Allerdings schaue ich mir meine vorgeschriebenen Texte oft später nochmal an und bin unzufrieden damit. Deshalb warten auch noch sehr viele Beiträge auf ihre Veröffentlichung und manche werden es wohl nie auf den Blog schaffen.
      Übrigens gibt es auch eine WordPress App fürs Handy, falls du unterwegs auch direkt in WordPress schreiben möchtest. Ist zwar ebenfalls umständlich es zu tippen, aber dann hast du es direkt auch am PC. 🙂

      Dir einen tollen Start in die Woche und hoffentlich ganz viel Inspiration,
      Katrin

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  7. Spannend! Ich plane so gut wie keine meiner Beiträge. 98% rutscht mir quasi einfach so zwischendurch in die Tastatur. Früher habe ich alles mit Hand geschrieben, heute aber ist alles gleich digital, weil es praktischer ist und ich mir das Schreiben für den Blog nicht viel Zeit nehme und nichts ’nochmal‘ schreiben/abtippen will. Mein Blog ist Ventil für Vieles und ich bin dabei ganz und gar nicht perfektionistisch in der Umsetzung. Tippfehler gehören irgendwie dazu, weil ich selten nochmal mit Abstand an einen Text herangehe. Ich schreibe und veröffentliche meist alles in einem ‚Klick‘. Trotzdem gibt es ein paar Beiträge, die sich in meinem Blog-Folder befinden, die es bis jetzt nicht zur Fertigstellung gebracht haben. Aus verschiedenen Gründen. Vielleicht war in dem Moment der Idee einfach keine Zeit. Vielleicht hat es mich später nicht mehr so fasziniert, oder es ist doch etwas zu dem ich mich ‚ernsthafter‘ hinsetzen müsste.

    Gefällt 3 Personen

    1. Deine Herangehensweise klingt ja toll! Dass du nicht so perfektionistisch mit deinen Texten umgehst, klingt toll … Das sollte ich mir wohl mal abschauen. Für mich käme es nämlich gar nicht in Frage sofort zu veröffentlichen. Lieber schaue ich nochmal, ob die Abstände stimmen, die Fotos zueinander passen und und und. So ist eben doch jeder Blog anders und einzigartig. Und genau deshalb finde ich dieses Thema auch so interessant. 🙂

      Vielleicht nimmst du dir bald die Zeit, um deine nicht-fertigen Beiträge nochmal genauer durchzusehen.

      Liebe Grüße
      Katrin

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