Du musst dein Ändern leben.

Klar kenne auch ich den Gedanken, dass man als einzelner Mensch nicht viel bewegen kann. Allerdings muss ich mich dann immer wieder daran erinnern, dass es nicht stimmt. ICH kann etwas bewegen und DU kannst es auch!

Vielleicht mag man denken, dass jede einzelne Tat an sich nicht extrem viel „wiegt“, aber in der Summe betrachtet, ändert sich doch eine Menge. 🙂

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Schon länger informiere ich mich über den Klimawandel und Umweltschutz. Leider keine schöne Angelegenheit, dass wir Menschen – also besonders unsere Generation – die Erde zu Grunde richtet. Vor einigen Tagen habe ich genau hierzu ein besonders schönes Zitat gelesen: „Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern wir haben sie nur von unseren Kindern geliehen.“.
Aber denkt man denn auch an die Zukunft?
Gerade heutzutage, im oft hektischen Alltag, verschwendet man wohl eher weniger Gedanken an den Müll, den man mit seinem Coffee-to-go-Becher produziert, oder die weitere Plastiktüte, die man kaufen muss, weil man gerade sonst Nichts dabei hat.

Muss aber nicht sein!

Ich persönlich habe für mich entschieden, dass ich die Erde nicht schlechter verlassen möchte als ich sie vorgefunden habe. Schön wäre natürlich sie noch besser zu verlassen, aber leider weiß ich nicht, ob das möglich ist. Viel zu viele Spuren haben wir Menschen – eigentlich nur ein Wimpernschlag – in unseren etwa 2 Millionen Jahren schon auf der Erde hinterlassen.

Vielleicht verenden gerade in diesem Moment Vögel und Tiere im Meer an den Folgen unseres Konsums, da sie im plastik- und öl-verseuchten Meer ertrinken oder verhungern. Vielleicht werden sogar gerade in diesem Moment Atomraketentests durchgeführt werden … wer weiß das schon?
Wie schlimm wird es dann wohl in 10 Jahren? 100 Jahren?
Werden meine Enkel (ok, noch nicht unterwegs) überhaupt noch die Möglichkeit haben nach Venedig oder ans schwarze Meer zu fahren oder existiert dieses vielleicht bald schon nicht mehr? (Übrigens ein sehr interessanter und schockierender Artikel über das schwarze Meer in der aktuellen „Ö-wir mögens Öko“ –Ausgabe!)

 

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Damit wir noch weiter viel Freude an den wunderschönen Meeren, Korallenriffen, Südseeinseln, Vulkaninseln und Regenwäldern haben, ist genau JETZT ein Umdenken gefragt. Denn genau WIR haben es noch in der Hand, den Klimawandel aufzuhalten. Natürlich muss sich niemand ab sofort gezwungen fühlen sein Auto zu verkaufen, nur noch Zero Waste zu leben und den Haushalt auf Selbstversorgung umstellen, aber auch kleine Taten helfen hier schon sehr viel!

 

Aber was denn verändern?

 

1.Vorbereitet sein: Immer einen Jutebeutel im Gepäck haben. So können auch Spontaneinkäufe gut nach Hause transportiert werden und man spart sogar Geld, indem man keine Tüten mehr kaufen muss. Eine Win-Win-Situation also.
Meinen Jutebeutel auf dem Foto habe ich übrigens selbst gestaltet. Der Phantasie sind da wirklich keine Grenzen gesetzt! Kreativ und nachhaltig. 🙂

 

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2.Auf dem Markt einkaufen: Gerade jetzt im Sommer sieht man an jeder Ecke Obst- und Gemüsestände von regionalen Bauern. Wo könnte man besser einkaufen als dort? Die Ware muss nicht über tausende von Kilometern eingeschifft oder eingeflogen werden, ist deshalb auch total frisch und im besten Falle sogar noch biologisch.
Wer hierzu noch saisonale Früchte nimmt (Erdbeeren!! Mmmh!!), kann auch teure Preise oft vermeiden. Leider ist dies nur eine Möglichkeit für den Sommer, aber hey, es ist ja gerade Sommer!!

 

3.Fair-Fashion. Habt ihr euch schon mal darüber Gedanken gemacht wer die Person hinter all den Primark-Kleidern ist? Wie ihr Alltag aussieht? Ihr Lohn? Ihre Gesundheit?
Ich finde, dass es nur allzu leicht ist Dinge zu ignorieren. Kleider wachsen eben auch nicht im Geschäft, sondern müssen (oft in Niedriglohnländern) unter katastrophalen Bedingungen für einen Hungerlohn produziert werden. Der mediale Aufschrei kommt aber leider erst, wenn beispielsweise wie 2013 in Bangladesh eine Fabrik mangels eingehaltener Sicherheitsstandards einstürzt . Aber auch in jedem anderen Moment muss in einer anderen Fabrik jemand für unsere Kleidung hart arbeiten.
Daher möchte ich besonders gerne Marken wie Mor.wares unterstützen, die die Kleidung fair produzieren und keine chemischen Zusätze verwenden (also z.B. Biobaumwolle nutzen).
Zu meiner großen Freude durfte ich mit Mor.wares zusammen arbeiten und ihre Message und das wunderschöne Shirt, das ihr auf den Fotos seht, weiter verbreiten.

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         Findet ihr Sukkulenten eigentlich auch so toll?
4.Weniger Plastik unterwegs kaufen. Statt nochmal eben einen Kaffee für unterwegs oder einen abgepackten Fertigsalat im Supermarkt zu kaufen, kann man sich auch am Abend oder Morgen vorher überlegen was man essen möchte und bereits alles in Glasbehälter füllen und mitnehmen. Spart ebenfalls wieder Geld und Plastik.

 

5.Licht aus! Nicht alles muss immer beleuchtet sein. So braucht man zum Beispiel keine Strahler vor der Hausfassade oder dem Gartenzaun. Die kann man schließlich auch tagsüber bewundern. Auch eingeschaltete Lichter im Nebenraum – sinnlos!
In der Mai-Ausgabe von „Ö-wir mögens öko“ könnt ihr einen ganz wunderbaren Artikel über das Thema „Lichtverschmutzung“ lesen: Jedes Jahr wird die Nacht um 5% heller. Gerade in Städten ist dies besonders gut zu bemerken, denn einen richtigen Sternhimmel sucht man hier schon lange vergebens. Außerdem kommt durch die fehlende nächtliche Dunkelheit und das (im Winter) wenige Tageslicht, der Hormonhaushalt des Menschen aus dem Gleichgewicht, was nicht zuletzt eine dauerhafte Müdigkeit zur Folge haben kann. Hierzu habe ich mir bisher erst wenige Gedanken gemacht, aber finde es wahnsinnig interessant. Also – Licht aus!

 

6.Weniger kaufen. Vielleicht sogar second hand?
Da ich etwas minimalistischer leben möchte, was mehr oder weniger gut funktioniert, vermeide ich Spontankäufe. Wer kennt es nicht? Besonders schlechte Laune und schon sucht man sich etwas, das schnell aufheitert. Zum Beispiel Frustshopping. Aber gar nicht so die beste Idee, denn der kurze Glücksmoment löst das bestehende Problem auch nicht und ist schnell wieder verflogen. Etwas Neues muss her. Wer jahrelang so lebt, wird schnell merken wie der Berg an ungenutzten Klamotten oder Dekoartikel wächst und wächst. Bis er einem schließlich sogar über den Kopf wächst.
Die Alternative: Minimalismus!
Wer nur wenig besitzt und genau weiß, was er braucht, lebt eindeutig glücklicher. Dabei geht es gar nicht um Verzicht, sondern meiner Meinung nach sogar eher um anhaltende Freude!
Man besitzt (im besten Fall) nur noch Dinge, die man liebt und die man immer gerne um sich haben möchte. Im Kleiderschrank befinden sich nur noch „Lieblingsteile“ und man fühlt sich in jedem Kleidungsstück so richtig wohl. Dafür ist es aber zuerst einmal erforderlich auszusortieren. Natürlich gehört davon nicht alles in den Müll. Ganz im Gegenteil. Man kann damit anderen Menschen noch eine Freude machen! Egal, ob man Kleider verkauft, verschenkt oder Menschen spendet, die weniger haben, hauptsache man lernt sich von Dingen zu trennen.

Wer weniger besitzt und weniger kauft, weiß auch welch großen Wert diese Dinge für einen haben. So habe ich beispielsweise 3 Monate überlegt, ob ich mir neue Schuhe kaufen soll oder ob ich ohne zurechtkomme. Da ich die besagten Schuhe (Birkenstock – seht ihr auch auf dem Foto) aber wirklich, wirklich haben wollte und nun auch jeden Tag mir großer Freude trage, habe ich sie mir dann eben doch gekauft. Es war kein Spontankauf und ich freue mich jedes Mal aufs Neue sie zu tragen! 🙂

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Ich hoffe euch haben meine 6 Ideen für eine nachhaltigere Welt gefallen!
Wie steht ihr zum Thema Umweltschutz, Minimalismus oder Fair-Fashion?
Lasst mich gerne wissen!

 

*In freundlicher Zusammenarbeit mit Mor.wares.

10 Kommentare zu „Du musst dein Ändern leben.

  1. Die Tipps sind super, aber am meisten gefällt mir der Titel „Du musst dein Ändern leben“ – denn darum geht es. Nicht nur darüber reden, sondern einfach mal selbst anfangen. Und jeder kleine Schritt, jeder kleine Verzicht, jede kleine Tat sind gut und wichtig!

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    1. Du triffst es auf den Punkt!!
      Darüber reden oder schreiben kann jeder, es aber umsetzen nicht. Und dabei geht es nicht um einzelne große Taten, sondern eher um die kleinen Veränderungen im Alltag.
      Irgendwann wird es sogar ganz selbstverständlich z.B. nur noch mit Jutebeutel einkaufen zu gehen und man denkt nicht mal mehr darüber nach.😊😊

      Dir noch ein schönes Wochenende!🌞

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    1. Danke!!!! Freut mich echt, dass er dir gefällt.
      Immer wieder kleine Impulse in diese Richtung zu geben, ist mir einfach total wichtig. 😊
      Vielleicht ändern sich dann wirklich noch mehr Menschen.:)

      Dir ein schönes und erholsames Wochenende!

      Liebe Grüße,
      Katrin

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  2. Mega guter Beitrag! Schon der Textauszug auf Instagram hat mich total bewegt und deine Tipps sind Goldwert, liebe Katrin ❤

    Ich habe mich mit dem Thema auch schon intensiv beschäftigt und mich regt das Verhalten von so vielen Leuten einfach auf. Ich bin manchmal auch nicht besser, aber ich habe beispielsweise IMMER einen Jutebeutel dabei, damit ich im Supermarkt nichts Neues kaufen muss. Denn wie viele Beutel liegen sinnlos in der Wohnung rum und werden danach nicht mehr gebraucht? Oder schlimmer: liegen irgendwo in der Stadt rum und werden nicht mehr gebraucht.
    Ich finde es ja toll, dass wenigstens die großen Ketten auf Plastiktüten verzichten und auf recycling Papier zurückgehen.

    Dein neues Shirt finde ich übrigens fantastisch und das Motiv ist super super süß! ❤ Ich glaube, dass wir über Fair Trade Fashion schon mal geschrieben habe und wir haben festgestellt, dass die Mode wirklich minimalistisch ist und das finde ich sehr schade. Allerdings sind die Motive von Mor.wares wirklich wunderschön!!! Da hast du wirklich Glück hihi<3
    Ich probiere ja auch viel über Kleiderkreisel zu kaufen und zu verkaufen und das fühlt sich total gut an! Man braucht auch nicht mehr "neue Sachen", weil bereits getragenes genauso gut in Schuss sein kann.
    Leider sind wir damit vermutlich in der Minderheit, denn unser modernes Leben hat einen Standard gefunden, den viele nicht mehr aufgeben wollen. Und nicht viele denken so, wie wir. Aber zumindest gibt es Menschen, die ganz ähnlich denken und handeln, vielleicht können ja wenigstens wir unseren Teil dazu beitragen ❤

    In dem Sinne: wundervoller Beitrag, der zum nachdenken anregt. Danke dafür und hab ein tolles Wochenende ❤

    Liebe Grüße,
    Sandra von https://sandritasol.blog

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    1. Das freut mich so zu hören! DANKE🤗💕💕💕
      Ja mir geht es auch so! Leider bringt es nichts Jemanden zu belehren und das Recht nehme ich mir auch gar nicht heraus. Deshalb möchte ich „es lieber vorleben“ so gut ich kann. Vielleicht inspiriert es ja noch den Ein ander Anderen und wenn nicht, kann ich wenigstens mit überwiegend gutem Gewissen leben.😊😊

      Stimmt!! Vor einigen Jahren konnte man noch überall Plastiktüten kaufen und jetzt kaum noch, echt super.😍😊

      Mir hat das Motiv auch direkt so so gut gefallen! Seit ich mich mehr mit mir und meinem „Stil/Style“ wie auch immer😁 beschäftigt habe, ist mir aufgefallen, dass ich mich nur in Basics, Streifen, weiß/ blau oder dunkelrot wohlfühle. Seit dem kaufe ich auch genauso ein und kombiniere diese Dinge dann.😊 Passt also perfekt.😊💃

      Gefällt mir

      1. Da hast du wiederum absolut recht! Ein Vorbild sein – damit ist schon vielen geholfen! 🙂

        Dann passt das Ganze ja wirklich perfekt zu dir. Und ich bin mir sicher, dass wird sich auch noch total weiterentwickeln! :)<3

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      2. Und wer so ingnorant ist und sich über nichts informiert, ist wohl auch die falsche Zielgruppe. 😁

        Ja, bin immer total begeistert! Aber trage momentan ja auch noch hauptsächlich „normale Mode“. ✌

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  3. Super Artikel! Ich muss gestehen, ich habe mich noch nicht übermäßig mit den Themen befasst, versuche aber auch, bewusster damit unzugehen. Beispielsweise kaufe ich schon lange keine Duschprodukte mehr, die mini Plastikpartikel enthalten, weil die am Ende ungefiltert im Meer landen. Und bei den Klamotten stimme ich dir total zu! Lieber kaufe ich mir nur ein paar neue Shirts im Jahr, die ich dann auch gerne trage und bei denen die Qualität passt, als bei billig Anbietern immer gleich 10 auf einmal mitzunehmen. Das mit dem Licht klappt tatsächlich schon gut bei mir 🙂 bei allem anderen ist sicher noch Potenzial. Aber wie du auch schreibst, denke ich, dass jeder kleine Schritt (z.B. natürliche Produkte fürs Duschen oder immer ein Jute-Beutel im Gepäck) schon was bewegen kann. 🙂

    Liebe Grüße
    Marie

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke, wie lieb!!💕
      Schon allein, dass du dich überhaupt dafür interessierst und damit beschäftigst, ist schonmal der wichtigste Schritt! Ich bin da auch in keinstet Weise perfekt und kaufe z.B auch noch viel zu viel Verpackungsmüll, aber so lange man es versucht, ists doch gut.😊😊
      So geht es mir auch. Wer braucht schon ein Peeling aus Plastik im Duschschaum? Irgendwie ist der Gedanke sogar schon fast eklig.

      Man muss natürlich immer auch schauen was im Studentenbudget so drin ist, aber für die Zukunft habe ich mir besonders im Bereich Fair Fashion noch viele Verbesserungen vorgenommen!

      Wünsch dir ein ganz tolles Wochenende.😊😊

      Liebe Grüße,
      Katrin

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